Podcast Mikrofon Test 2019: Vergleich & Testsieger!

Wer kennt das Gefühl nicht – wenn es was ist, sollte es das beste sein. Das kann mitunter jedoch teuer werden. Sowohl was den zeitlichen als auch den finanziellen Aufwand angeht. Das gilt für Mikrofone genauso wie für so ziemlich alle anderen Produkte. Für den vitoHYPE Mikrofon-Test haben wir den Markt gesichtet und einige sehr gute Exemplare für euch herausgesucht und genauer unter die Lupe genommen. Macht man sich selbst auf die Suche, führt das zu unzähligen Stunden der Recherche, um sich durch Unmengen von Produktbeschreibungen, Videos, Tests und Reviews zu arbeiten.

blanko
Modell
Preisebei Amazon
  • Unser Fazit
  • Bewertungen auf Amazon
  • Technik
  • Einsatzgebiete
  • Übertragungsbereich
  • Charakteristik
  • Schnittstelle
  • Kopfhörereingang
  • Anschlusskabel
  • Farbe
  • Gewicht
  • Besonderheiten
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Rode NT USB
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  • Günstige Komplettlösung für Studio-Umgebungen
  • Kondensator
  • Sprache, Gesang
  • 20 Hz - 20 kHz
  • Niere
  • USB
  • schwarz
  • 520 g
  • Tischstativ, externer Popschutz aus Metall
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Rode Procaster
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  • Für technikaffine Podcaster
  • dynamisch
  • Sprache
  • 75 Hz - 18 kHz
  • Niere
  • XLR
  • anthrazit
  • 745 g
  • Mikrofon-Halterung, eingebauter Popschutz
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Rode Podcaster
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  • Idealer Einstieg für Podcast Neulinge
  • dynamisch
  • Sprache
  • 40 Hz - 14 kHz
  • Niere
  • USB
  • weiß
  • 655 g
  • regelbarer Kopfhörerausgang, eingebauter Popschutz

Wer sich mit der Materie längere Zeit beschäftigt, wird feststellen, wie schwer die Beantwortung der Frage nach dem besten Mikrofon für das Podcasten ist. Wir haben für euch die beliebtesten Mikrofone auf Herz und Nieren getestet.

Das beste Podcast Mikrofon – Was ist bei der Wahl zu beachten?

Budget: Wie viel darf mein Mikrofon kosten?

Das ist die entscheidende Frage, bestimmt sie doch den Rahmen der zur Verfügung stehenden Kandidaten.

Leider korrelieren Preis und Qualität von Mikrofonen sehr stark miteinander. So gibt es schon für 10-20 Euro halbwegs brauchbare Lavalier- bzw Ansteck-Mikrofone. Doch für ein etwas besseres podcastfähiges Hand- und Stand-Mikrofon sollte man tendenziell tiefer in die Tasche greifen. An dieser Stelle sei aus John Ruskins Gesetz der Wirtschaft zitiert:

“Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.”

Ab ca. 50 Euro kommen die ersten interessanten Kandidaten auf den Plan. In der Regel Kondensator-Mikrofone mit USB-Anschluss wie z.B. das Blue Snowball ICE. Vergleicht man die ganzen Mikrofon Tests im Internet, so dominiert eine Preisspanne von 70 – 160 Euro, in welcher die besseren Mikrofone und typischen Testsieger angesiedelt sind. Natürlich geht es auch hier immer noch besser und teurer, doch unser Mikrofon Vergleichstest zielt vor allem auf Einsteiger und semiprofessionelle Podcaster ab.

Mit einem Mikrofon alleine ist es jedoch nicht immer getan. Je nach Typ, Einsatz und Umgebung mögen noch weitere Kosten anfallen. Zum Beispiel für Mikrofon-Spinne, Kabel, Popschutz, Halterung, Vorverstärker oder Mixer bzw. Audio-Interfaces.

Podcast Equipment

Akustik & Umgebung: Welches Mikrofon ist das beste für meine räumliche Situation?

Hier geht es um die Raumakustik und den dazu passenden Mikrofontyp – sollte es ein dynamisches Mikrofon oder Kondensatormikrofon werden? Dynamische Mikrofone sind weniger empfindlich und reagieren somit auch weniger auf Umgebungsgeräusche wie PC-Lüfter, Tastatur-Geklapper oder Straßenlärm. Kondensator-Mikrofone sind empfindlicher, liefern den klareren und natürlicheren Klang und erfordern eine deutlich leisere Aufnahme-Umgebung.

Je besser ein Raum vom Schall isoliert ist und je weniger Schall reflektiert wird, um so eher macht der Einsatz eines Kondensatormikrofons Sinn. Seht und hört euch einfach mal in eurem Raum um. Angefangen beim Hall, der bei Kondensator-Mikrofonen deutlich stärker zum Tragen kommt. Im Folgenden hört ihr ein Beispiel aus dem Badezimmer. Die Aufnahme erfolgte mitten in der Dusche. Zuerst ist das Kondensator Mikrofon vom Zoom H4n Pro mit deutlichen Hall-Anteil zu vernehmen, im Anschluss daran hört ihr das etwas dumpfer klingende dynamische Rode Procaster Mikrofon.

Mikrofon Hall Test

 

Podcast Aufnahme
Podcast Nachbearbeitung

Wer in einem schalldichten Tonstudio oder einem gut präparierten Raum aufnehmen kann, dem sei ein Kondensator Mikrofon angeraten. Wer dagegen in seinen eigenen vier Wänden, bei diffusen Umgebungsgeräuschen, mit erträglichem Aufwand Tonaufnahmen machen möchte, dem empfehlen wir ein dynamisches Mikrofon.

Schnittstelle: Welcher Anschluss ist der richtige?

Es gibt drei Anschlussarten für Mikrofone:

  • USB
  • XLR
  • Klinke

Der USB-Anschluss hat den Vorteil der Einfachheit. Einfach das USB-Kabel in den PC gesteckt, schon kann die Aufnahme beginnen – eine passend installierte Audio-Software wie Audacity vorausgesetzt. Kein Vorverstärker, Mischpult oder Audio-Interface vonnöten. Für Anfänger ein unbestreitbarer Vorteil. Die Umwandlung des analogen zu einem digitalen Signal übernimmt die eingebaute Hardware & Software. Nachteile: Eingeschränktere Möglichkeiten der Sound-Bearbeitung, typische Kämpfe mit den Betriebssystemen und weniger gut für den mobilen Einsatz geeignet.

XLR-Anschlüsse und Klinkenstecker sind im Grunde zueinander kompatibel. Und falls die Klinke symmetrisch überträgt, sind sie sogar qualitativ/technisch gleichwertig. Einziger Schwachpunkt der Klinke ist die mögliche Kurzschlussgefahr beim Einführen in die Buchse. U.a. deshalb ist Phantomspeisung bei Klinken-Anschlüssen eher die Ausnahme. XLR und Klinke liefern an ihren Enden ein analoges Signal ab, welches dann mit Hilfe einer zusätzlichen Signalverstärkung und eines A/D Wandlers computertauglich gemacht wird. XLR ist dabei der Musik-Standard und tendentiell häufiger im höherpreisigen Segment anzutreffen, Klinkenstecker sind typisch für einfache Tisch-Mikrofone, Headsets und Kamera-Mikrofone.

Für Außenaufnahmen wäre die Kombination XLR mit einem Handy-Recorder a la Zoom H4n Pro eine gute Sache. Wer es einfacher haben möchte, der könnte es auch mit dem Smartphone direkt oder in Verbindung mit einem passenden Mikrofonadapter versuchen. Im Freien ganz wichtig, den Windschutz nicht vergessen.

Nachdem ich mich tagelang durch Unmengen von Mikrofon-Tests und Vergleichen durchgewühlt und auch Dutzende von Videos zu Rate gezogen habe, bin ich bei drei Kandidaten gelandet, die für mich in die engere Auswahl kamen. Es handelt sich um drei Mikrofone des Herstellers Rode. Procaster, Podcaster und NT-USB. Daneben habe ich mir mit dem Samson Q2U noch ein preislich etwas niedriger angesiedeltes Mikrofon zugelegt.

Die 3 Mikrofone im Test wurden so ausgewählt, dass USB versus XLR, dynamisches versus Kondensator Mikrofon und Großmembran gegen normale Kapsel antreten konnten.

Die Kandidaten: Rode Procaster, Rode Podcaster, Rode NT-USB

Rode Procaster – dynamisch, robust, XLR

Das Rode Procaster Mikrofon ist ein semiprofessionelles dynamisches Mikrofon für Broadcast-Anwendungen – Frequenz-Spektrum und Signalqualität sind auf Sprechstimmen zugeschnitten und damit ideal fürs Podcasting. Zusammen mit seiner Nieren-Richtcharakteristik eignet sich das Procaster deshalb insbesondere für Umgebungen mit höherem Geräuschpegel.
Rode Procaster

Die Testaufnahmen waren überraschend gut. Mit dem Ohr waren die Lüftergeräusche im Raum nicht zu überhören, in der Aufnahme war hingegen so gut wie nichts mehr davon zu vernehmen.

Das Mikrofon liegt mit 745g Gewicht ordentlich schwer in der Hand. Das ist dem Metallgehäuse geschuldet, welches robust und edel wirkt.

Rode Procaster zerlegt

Dank interner Aufhängung der Mikrofonkapsel und eingebautem Popschutz ist das Procaster auch in der Hand und nahe am Mund einsetzbar. Der Klang verändert sich bei wechselnder Distanz nicht sonderlich, die Lautstärken-Unterschiede über die verschiedenen Distanzen sind deutlich und von der Seite besprochen klingt das Mikrofon deutlich leiser.

Rode Procaster Mikrofon Sound Test

Trotz eingebautem Popschutz ist ein externer Popschutz für Einsteiger eine sinnvolle Erweiterung. Besonders bei direkter und naher Besprechung sind Plosiv- und Zischlaute nah dran an der Übersteuerung. Bei mehr Übung, leichtem Vorbeisprechen am Mikrofon bzw. etwas größerem Aufnahmeabstand kann man aber auch gerne auf den zusätzlichen Popschutz verzichten. Wie zum Beispiel in Videos von Lets Player König Gronkh gut zu beobachten.

Rode Podcaster – dynamisch, praktisch, USB

Rode PodcasterDas Rode Podcaster Mikrofon ist rein äußerlich dem Procaster sehr ähnlich, fast schon wie ein Zwilling in weiß. Es handelt sich auch hier um ein semi-professionelles dynamisches Mikrofon für Broadcast-Anwendungen, das Frequenz-Spektrum ist noch etwas stärker auf Sprechstimmen ausgelegt als beim Procaster und ist damit ebenfalls gut fürs Podcasten geeignet. Auch hier wurde auf eine Nieren-Charakteristik gesetzt, sowie auf einen integrierten schaumstoffartigen Popschutz unter der Haube.

Die Unterschiede: Mit 655 g ist das Mikrofon 90 g leichter als der Procaster und damit immer noch ein Schwergewicht. Der Procaster ist anthrazit, das Gehäuse und Metallgitter wirken matt. Der Podcaster ist weiß und Gehäuse und Gitter glänzen. Der Podcaster besitzt eine Status LED, einen Kopfhörer-Ausgang inklusive Lautstärkeregelung und last but not least einen USB-Anschluss. Hierüber kann das Mikrofon ohne zusätzliches Interface etc. direkt an einen PC angeschlossen und betrieben werden. Sowohl Apple, Linux als auch Windows Systeme (solange nicht total veraltet) sollten mit dem Rode Podcaster fertig werden.

Rode Podcaster zerlegt

Das Rode Podcaster verändert beim Besprechen von der Seite den Klang, die Lautstärke nimmt aber weniger stark ab als beim Procaster. Ein Blick ins Innere zeigt, dass beim Podcaster die Mikrofonkapsel etwas weiter hinten liegt als beim Procaster. Zudem wurde hier anscheinend eine andere Mikrofonkapsel verbaut als beim großen Bruder. Der interne Popschutz macht einen passablen Job, Plopp-Laute werden durchaus unterdrückt, wer dem kleinen Plopp-Geräusche Test lauscht wird jedoch erkennen können, dass erst der externe Popschutz richtig durchgegriffen hat.

Rode Podcaster Poppschutz Test

Rode NT-USB – Kondensator, elegant, USB

Rode NT-USBDas Rode NT-USB Mikrofon ist genau wie das Rode Podcaster ein USB-Mikrofon. Doch im Gegensatz zu den beiden anderen Kandidaten handelt es sich hier um ein Kondensator Mikrofon. Damit ist es deutlich empfindlicher und vom Frequenzgang neben Sprache und Gesang auch für die Aufnahme von Musikinstrumenten geeignet. Mit einem kleinen Tischstativ und dem externen metallenen Popschutz ist das Rode NT-USB gut ausgestattet. Eine 3,5 mm Stereo-Kopfhörerbuchse mit integriertem Lautstärke-Regler erlaubt Abhören in Echtzeit, ein Mixer regelt die Signale zwischen Computer und Mikrofon und erleichtert das Monitoring.

Das Aussehen ist stylisch, der Klang ist top, doch die hohe Empfindlichkeit kann außerhalb von Tonstudio-Verhältnissen zu Problemen führen. Insofern ist das Rode NT-USB sehr kostengünstig, was Mikrofon und Equipment angeht, doch sollten die Raumverhältnisse zu viele Hintergrundgeräusche aufweisen, dann könnte deren Beseitigung teurer werden als das Mikrofon selber. Besprochen wird das Rode NT-USB von der Seite, als Richtcharakteristik wird vom Hersteller Niere angegeben. Bei Testaufnahmen war ich schon erstaunt, wie hellhörig das Mikrofon war. Leiseste Atmer, Stuhl-Knarren, einfache Maus-Klicks und höherer Raumhall schlichen sich in die Aufnahmen und erhöhten den Nachbearbeitungsbedarf deutlich. Man bezahlt für Qualität also entweder mit Geld oder Zeit. Auf Dauer wird man beim Rode NT-USB nicht um die Entkopplung und Dämpfung durch eine Mikrofonspinne umhin kommen.

Der Klang ist glasklar und bleibt sich auch über Distanz treu, Zisch- und Plosiv-Laute werden vom externen Popschutz gut abgehalten. Nur der Raumhall ist beim NT-USB ein Problem, ein Nachteil gegenüber Rode Procaster und Podcaster, die auf Hall deutlich schwächer reagieren.

Podcast Mikrofon Test 2019 – Testsieger

Wenn man sich lange genug mit dem Thema Mikrofone beschäftigt, wird man erkennen, dass es keine einfache Antwort auf die Frage nach dem Besten Mikrofon geben kann und darf. Zu sehr hängt die Antwort von den Voraussetzungen, der Zielsetzung und dem Portemonnaie ab. Wer Tonstudio-ähnliche Raumverhältnisse vorliegen hat, der dürfte mit dem Rode NT-USB am besten fahren. Zumal es sich auch noch für Gesang und Instrumente eignet. Wer hingegen in lauterer Umgebung aufnehmen muss, der/die greift besser zu einem dynamischen Mikrofon wie dem Rode Procaster oder Podcaster. Und wer jetzt noch aufs Geld schauen muss oder komplizierte Technik scheut, für den bleibt nur noch die USB Variante übrig – und damit das Rode Podcaster. So gesehen sind alle drei hier vorgestellten Kandidaten Testsieger – ganz und je nach Bedarf.

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