FAME Studio CM2 – Mikrofon Test

Das FAME Studio CM2 ist der Preisbrecher unter den Mikrofonen. Angeboten wird es (Stand April 2019) vom Musicstore in K√∂ln f√ľr lediglich 33 Euro. Dieser Preis l√§sst aufhorchen. Typische Konkurrenzprodukte werden meist deutlich √ľber 50 Euro gehandelt. Gibt es einen Haken?

FAME Studio CM2

Beim FAME Studio CM2 handelt es sich um ein Gro√ümembran Kondensator Mikrofon, es ist f√ľr Sprache und Musikaufnahmen gleicherma√üen geeignet. Der Frequenzbereich reicht von 20Hz bis 20kHZ und bedient damit das volle Spektrum des menschlichen Ohrs. Wie die anderen Kondensator Mikrofone auch, reagiert das FAME Studio CM2 empfindlich auf Umgebungsger√§usche. F√ľr das Podcasten sollte daher auf eine passende Raumakustik geachtet werden. Das Mikrofon wird von der Seite besprochen und besitzt eine Nieren-Charakteristik. Von der Verarbeitung macht das Mikrofon auf jeden Fall einen guten Eindruck, hier ein Blick in das Innenleben des CM2.

FAME Studio CM

Das Mikrofon besitzt einen XLR Ausgang, ein entsprechendes Kabel ist nicht im Lieferumfang enthalten. Dem Paket liegt lediglich eine Mikrofonhalterung bei. Was bei dem angebotenen Preis nicht verwundern sollte. F√ľr eine vern√ľnftige Grundausstattung m√ľsste man also noch den Kauf eines XLR-Kabels, eines Audio-Interfaces, eines Mikrofonst√§nders/-armes und eines Popschutzes in Betracht ziehen. Wie f√ľr Kondensatormikrofone typisch, ben√∂tigt das Fame Studio CM2 eine 48V Phantomspeisung.

Das Gehäuse des CM2 ist komplett aus Metall, es ist aber von den Abmessungen her kleiner als seine Konkurrenten. Das Gewicht des Mikrofons liegt bei 310g, es ist damit ähnlich leicht/schwer wie das SAMSON Q2U mit seinen 320g und damit das Leichtgewicht im Test. Rodes Procaster und Podcaster wiegen mehr als das doppelte. Das FAME liegt damit zwar leicht in der Hand, ist aber als Handmikrofon weniger geeignet. Vielmehr sollte es an einen Mikrofon-Schwenkarm oder ein kleines Stativ montiert werden. Aufgrund des geringen Gewichts muss der Schwenkarm auch nicht so kräftig sein.

Wie schon andernorts erw√§hnt, stellt mein Arbeitszimmer dank diverser Nebenger√§usche eine schwierige Aufnahmeumgebung dar. Mehrere PCs, Drucker und ein Luftw√§scher sorgen f√ľr stetige St√∂rger√§usche im Hintergrund. Das schl√§gt sich in den Testaufnahmen nieder und ist deutlich in den Lautst√§rke Diagrammen zu erkennen.

Der Klang des Fame CM2 wei√ü zu √ľberzeugen. Durch den Verzicht auf klangver√§ndernde √úbertrager in der Verst√§rkungsstufe gibt es keine Verf√§lschungen beim Klangbild. Bei meinem Parallel-Test mit dem Rode Procaster konnte ich keine gro√üen klanglichen Unterschiede feststellen. Was mich ehrlich gesagt etwas verbl√ľfft hat. Ebenfalls verwundert haben mich aber auch die gro√üen klanglichen Unterschiede bei der Besprechung aus verschiedenen Richtungen.

Dass sich die Lautst√§rke bei der Besprechung von vorne, von der Seite, von hinten und von oben ver√§ndert, das war zu erwarten. Doch die klanglichen Verf√§rbungen sind insbesondere beim Besprechen der R√ľckseite des Mikrofons auff√§llig. Das habe ich in der Form bei den anderen Mikrofonen nicht empfunden.

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