Rode NT-USB – Mikrofon Test

Beim Rode NT-USB Mikrofon handelt es sich um ein Kleinmembran Kondensator-Mikrofon. Mit seinem Frequenzspektrum von 20 Hz bis 20 kHZ ist es neben Sprache und Gesang auch für die Aufnahme von Musikinstrumenten geeignet. Als Kondensator Mikrofon reagiert es natürlich empfindlicher auf Störgeräusche und Hall. Im Lieferumfang ist ein kleines Tischstativ und ein externer metallener Popschutz enthalten. Das Mikrofon klingt sehr natürlich, der externe Popschutz macht einen guten Job bei der Unterdrückung von Plosiven. Insofern kann das Rode NT-USB auch problemlos zum Podcasten eingesetzt werden.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Kleinmembran Kondensator-Mikrofon mit einem Frequenzspektrum von 20 Hz bis 20 kHZ

  • Geeignet für die Aufnahme von Sprache, Gesang und Musikinstrumenten

  • Im Vergleich zum Rode Procaster und Podcaster: Stimme klingt zwar klarer, Raumhall ist jedoch deutlich zu vernehmen

  • Eher für Ton-Studioverhältnisse geeignet

  • Popschutz ab einer Mikrofon-Entfernung von 20 cm nötig, um Plosiv-Laute und Störgeräusche zu verhindern

Vorteile
  • Sehr natürlicher Klang
  • Kann auch fürs Podcasten verwendet werden
  • Praktischer USB-Ausgang
Nachteile
  • Reagiert empfindlich auf Störgeräusche und Hall
  • Für makellose Qualität ist der Kauf weiteres Equipments nötig z.B. Mikrofonspinne
Themen in diesem Artikel

Rode NT-USB - Produktbeschreibung

Dank USB-Ausgang kann das Mikrofon ohne weitere Hilfsmittel an einen PC mit halbwegs aktuellem Windows, Mac OS X oder Linux Betriebssystem angeschlossen und betrieben werden. Das beiliegende USB Kabel erlaubt mit seiner Länge von 6 Metern einiges an Bewegungsfreiheit. Über die 3,5 mm Stereo-Kopfhörerbuchse kann der Sound latenzfrei abgehört werden. Direkt über der Buchse befinden sich zwei Regler, einer für die Lautstärke des Kopfhörer-Signals, der andere für das Mischen der Signale zwischen Computer und Mikrofon.

Im Test wird deutlich - die Stimme klingt deutlich klarer als bei den dynamischen Kandidaten Procaster und Podcaster. Es ist aber deutlich mehr Raumhall zu vernehmen. Und ich musste einige kleine Störgeräusche manuell rausradieren, um ein sauberes Audio-File zu bekommen. Bei den beiden “plosiven” Testsätzen hat der externe Popschutz gut gegriffen.

Das Rode NT-USB besitzt eine Nieren Richt-Charakteristik und wird von der Seite besprochen. Für Podcast Aufnahmen ist die Verwendung des externen Popschutzes dringlichst anzuraten. Zudem sollten die räumlichen Verhältnisse stimmen. Wer Tonstudio-Verhältnisse herstellen kann, der wird das Mikrofon lieben. Da das kleine Tischstativ des Rode NT-USB Trittschall und feinste Tischberührungen ungedämpft an das hochempfindliche Kondensatormikrofon durchleitet, dürfte der ambitionierte Podcaster auf Dauer nicht um die Entkopplung dieser Störungen und damit um den Kauf einer Mikrofonspinne umhin kommen.

Wer wie ich in einem etwas geräuschvollerem Arbeitszimmer aufnimmt, der wird weniger empfindlichen dynamischen Mikrofonen – wie z.B. dem Rode Podcaster oder Procaster – den Vorzug geben.

Im Test mit einem externen Poppschutz:

Besprochen aus jeweils 10 bzw. 15 cm Entfernung mit und ohne Popschutz. Bei einer Entfernung von 15 cm Entfernung sind kaum Unterschiede zwischen der Variante mit und ohne Popschutz zu hören. Bei ca. 10 cm Entfernung sind Plosivlaute aber schon ein Problem. Selbst bei vormontiertem Popschutz wirds eng, wenn es um die Betonung der extremeren Plosiv-Laute wie in der Silbe “Pop” selber geht.

Meines Erachtens sollte das Rode NT-USB bei Einsatz im Podcast-Umfeld möglichst mit dem externen Popschutz eingesetzt werden. Klanglich höre ich keinen Unterschied, ob der Schutz jetzt davor montiert ist oder nicht. Das gefällt mir sehr gut. Näher als 10 cm sollte man so oder so nicht an das Mikrofon herantreten. Und so ab 15-20 cm Entfernung geht es auch ganz ohne Popschutz. Was übrigens eine ganz gute Faustregel für alle Arten von Mikrofonen sein dürfte. Ken Sparkes – ein bekannter australischer Radio Moderator – erklärt das zum Beispiel ganz gut in seinem Video zum Rode Procaster:

Neben der richtigen Entfernung kann auch eine geschickte Positionierung zum Mikrofon helfen, störende Plosiv-Laute auszuhebeln.

Quellenangaben: RØDE Microphones